Pressespiegel

Hier können Sie unser Auftreten in der Presse nachverfolgen.

Das Stadtmuseum in Gerlingen…

Gerlinger Anzeiger: 13. Juli 2017

ist in unserer Stadt eine Institution und nicht wegzudenken. Seit vielen Jahren leistet Frau Raible mit ihrem Team hervorragende Arbeit, scheut sich nicht, auch neue Wege zu beschreiten und bereichert Gerlingen damit. Daher war es für uns Junge Gerlinger keine Frage, dass dafür auch die richtigen Arbeitsbedingungen geschaffen werden müssen. Eine Sanierung des Stadtmuseums war bereits seit 2014 im Gespräch. Obwohl andere Projekte weiter oben auf unserer Prioritätenliste standen (so viel Ehrlichkeit muss sein), erkannten wir die Notwendigkeit dieses Schrittes an. Zu Beginn wurde darüber gesprochen „die Infrastruktur des Gebäudes auf den technisch neuesten Stand“ zu bringen, d.h. eine Sanierung der Heizungs-, Sanitär- und Elektroanlagen. Ein Aufzug sollte zudem noch dafür sorgen, dass auch ältere Besucher das Museum barrierefrei erreichen können. Die Kosten dafür lagen bei ca. 400.000€. Durchaus keine kleine Summe, doch eine prägende Gerlinger Institution sollte diese Investition wert sein – das war auch unser Standpunkt.
Doch die Entwicklung des Projekts bis zum heutigen Tag erschreckt uns immer wieder aufs Neue. Statt einer Sanierung wurde plötzlich immer mehr vorgeschlagen - inzwischen sprechen wir über einen Neubau neben dem Museum, inklusive Unterkellerung und unterirdischem Durchgang zum alten Museumsgebäude. Kostenpunkt momentan: 1,5 Millionen Euro. Und das ohne eine Sanierung des eigentlichen Museums, ohne einen Aufzug am alten Gebäude, ohne Unterhaltung- und Folgekosten. All das wird später noch zusätzliche Kosten verursachen.
Bei jeder Haushaltsplanberatung sprechen Gemeinderat und Stadtverwaltung gebetsmühlenartig davon, dass man vorausschauend wirtschaften müsse, die Umlagen würden wieder steigen, wie lang die Gewerbesteuersituation so erfreulich bleibe sei ungewiss – die Problematik ist bekannt. Gerlingen müsse sich von großen Prestigeprojekten verabschieden und auf dem Boden der Tatsachen bleiben – das ist immer wieder der Tenor.
Die schönsten Vorsätze helfen allerdings nicht, wenn man sie bei jedem verlockenden Großprojekt direkt wieder über Bord wirft. Ein Neubau verursacht nicht nur mit Planung und Bau hohe Kosten. Die Bewirtschaftung eines weiteren Gebäudes belastet die städtischen Finanzen für viele weitere Jahre.
Wie bereits erwähnt: Eine Sanierung des Museums ist überfällig und notwendig, weshalb wir unsere Stimmen gerne dafür gegeben hätten. Die stückweise Veränderung des Projekts bis zum jetzigen Zeitpunkt, zu dem wir über ein fast völlig anderes Projekt sprechen, ärgert uns allerdings maßlos. Gerlingen ist auf dem besten Weg, sich ein weiteres teures Prestigeobjekt nach dem vielkritisierten „Gerlinger Standard“ zu erschaffen. Planvolles Wirtschaften sieht anders aus.

Die Sanierung der Realschule…

Gerlinger Anzeiger: 07. Juli 2016

...ist vermutlich das Thema, dass uns seit Beginn der Legislaturperiode am häufigsten begegnet ist. Das ist auch gut so, denn die Sanierung ist längst überfällig und wir sind sehr froh am letzten Mittwoch – nach dem pädagogischen Konzept und dem Raumkonzept – endlich auch ein Eckpunktepapier für die Planer verabschiedet zu haben. Nun steht dem Architektenwettbewerb nichts mehr im Weg.
Einziger Wehrmutstropfen bleibt für uns nach wie vor das Thema Mensa. Es mag zunächst seltsam erscheinen, dass ausgerechnet wir – wo unsere Schulzeit doch am kürzesten zurückliegt – bei diesem Thema Zweifel haben. Vielleicht aber auch genau deswegen.
Dass zu einer vernünftigen Ganztagesschule eine Mensa gehört wird niemand anzweifeln. Zu einem (hoffentlich) guten Ganztagesschulkonzept gehört in unseren Augen aber vor allem eine qualitativ hochwertige Mensa. Eine Verbesserung des kulinarischen Angebotes war daher für uns genauso eine Grundvoraussetzung, wie die Möglichkeit für kleinere Gruppen, z.B: AGs, dort selbst zu kochen. Da der Mittagstisch stets nur über die Verfahren „Cook and Chill“ oder „Cook and Freeze“ bedient wird, ist das nicht vorgesehen. Immer wieder wird davon gesprochen, dass der „Gerlinger Standard“ (zu) hoch ist und es ist ganz sicher sinnvoll diesen an der einen oder anderen Stelle zu überdenken. Wir sind jedoch der Meinung: Nicht wenn es um das tägliche Essen der Schulkinder geht – im Gegenteil: Hier ist sogar noch Luft nach oben. Zudem ist für das neu entstehende Gebäude eine Mehrfachnutzung angedacht. Sicher wäre auch für einige externe Nutzer eine Bereicherung eine voll nutzbare Küche vorzufinden.
Unsere Vorschläge in dieser Hinsicht konnten sich nicht durchsetzen – aber so funktioniert die Arbeit im Gemeinderat nun einmal und die Freude darüber, dass die Sanierung endlich in den Startlöchern steht überwiegt unseren Unmut über diesen Kompromiss.
Eines sei noch gesagt: Sollte die Realschulturnhalle einem Gebäude mit Mensa weichen müssen (was erst im Architektenwettbewerb entschieden wird und daher noch völlig unklar ist), so werden sich die Jungen Gerlinger weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass alle dort stattfindenden Sportangebote in anderen Hallen unter gleichen Trainings- und Lagerungsbedingungen unterkommen können.

Wo sollen in Gerlingen Flüchtlinge untergebracht werden?

Gerlinger Anzeiger: 10. März 2016

Diese Frage beschäftigte den Gemeinderat in den letzten beiden Sitzungen. Am 2.März erreichte uns eine beruhigende Nachricht: Gemeinsam mit der Unterkunft am Gerlinger Tor, die momentan vorbereitet wird, sollten die aktuell vorhandenen Unterkünfte ausreichen. Doch Prognosen und Schätzungen ändern sich – wir sollten auch vorbereitet sein, falls die Zahlen wieder steigen. Deshalb wurden von einer fraktionsübergreifenden Kommission einige Flächen zur „Reserve“ ausgewählt, welche auch in der letzten Sitzung vom Gemeinderat bestätigt wurden. Hierbei handelt es sich um Ausgleichsflächen an der Leonberger Straße sowie im Aischbach, und um Grundstücke an den Kreuzungen Hermann-Löns-Weg / Forchenrainstraße und Kappel- / Stahlerstraße.
Sollte es notwendig werden, auf eine dieser Flächen zurückzugreifen, so gibt es dabei einige Punkte zu beachten, die uns – angesichts der aktuellen Diskussionen – am Herzen liegen.

  1. Flüchtlinge sind Menschen, und Menschen gehören unter andere Menschen. Eine Unterbringung außerhalb oder am Rand der Stadt wäre falsch.
  2. Solange die Stadt Eigentümer von ausreichend geeigneten Flächen ist, sollte vom Ankauf weiterer Flächen abgesehen werden.
  3. Eine Massierung von Flüchtlingen an einem Ort sollte unbedingt vermieden werden. Eine dezentrale Unterbringung sorgt für eine einfachere Integration, geringeres Konfliktpotential und mehr Fairness gegenüber allen Einwohnern.
An jedem möglichen Standort werden kritische Stimmen laut werden. Dabei darf die Stimme eines Gemeinderates nicht schwerer wiegen als die Stimme jedes anderen Mitbürgers. Wir stehen in einer besonderen Verantwortung für ein gutes Zusammenleben in unserer Stadt. Dabei sollten wir unsere Einflussmöglichkeiten im Rat nicht zur Durchsetzung individueller Interessen missbrauchen.
Wir sollten uns immer wieder klarmachen, dass wir als gewählte Volksvertreter eine Verantwortung für alle Bürger in Gerlingen haben. Für die, die jetzt schon hier sind – aber auch für die, die nun dazukommen. Alle Entscheidungen die wir zu diesem Thema treffen erfordern daher Fingerspitzengefühl und einen Blick aufs Ganze. Für eventuelle Entscheidungen in der Zukunft wünschen wir uns daher ein wohlüberlegtes, gerechtes und menschliches Vorgehen.
Für die Fraktion der Jungen Gerlinger
Judith Stürmer

Vorbereitet, falls der Landrat ruft

Stuttgarter Nachrichten: 04. März 2016

In der 2015 fertiggestellten Unterkunft für Flüchtlinge an der Weilimdorfer Straße in Gerlingen sind noch 30 Plätze frei. Diese können im Lauf des Jahres belegt werden.
Klaus Wagner

Der Gemeinderat genehmigt Flächen für Flüchtlingsbauten. Weil die Lage im Moment entspannt ist, sind sie vorläufig aber nur Reserve.
Gerlingen - Die gute Nachricht kam gleich zu Beginn: Gerlingen muss, wie andere Kommunen im Landkreis, 2016 weniger Flüchtlinge aufnehmen als noch Ende des vergangenen Jahres gedacht. Momentan sind das laut dem Bürgermeister Georg Brenner 50 Menschen. Dies gelte nur unter der Voraussetzung, dass sich die Flüchtlingszuweisung des Kreises nicht wieder verändere. Wenn die Stadt das dafür bereits beschlossene Haus am Gerlinger Tor baue, habe man mit 30 noch freien Plätzen in der Weilimdorfer Straße die Verpflichtung erfüllt. Die von einer Kommission des Gemeinderats definierten Flächen für weitere fünf Unterkünfte werden vorläufig als Reserve betrachtet.

Ein Haus wird bereits geplant

Die Kommission hatte im Februar zwei Mal getagt und die Areale ausgesucht: für die zusätzliche vorläufige Unterbringung, für die der Landkreis zuständig ist, liegen diese am Aischbach und an der Leonberger Straße am Stadtrand. Für die zusätzliche Anschlussunterbringung sind drei weitere Gebiete bestimmt: Am Gerlinger Tor ist das die Fläche, für die bereits ein Wohnhaus mit Einfachwohnungen geplant wird, das 40 bis 50 Jahre halten soll.
Die beiden weiteren liegen an der Forchenrainstraße beim Hermann-Löns-Weg und auf dem Gelände Kappel-Stahler zwischen der Mittleren und der Oberen Ringstraße bei der Richthofenstraße.
Der Gemeinderat hat auch zugestimmt, dass mit der Nennung dieser Areale keine Prioritäten verbunden sind. Wenn der Landkreis bei der Verwaltung weiteren Bedarf melde, solle zunächst wieder die Kommission tagen und dem Gemeinderat ihren Vorschlag unterbreiten. „Im Moment weiß niemand, wie sich die Lage entwickelt“, so Brenner. Zudem gab die Kommission noch eine Bitte an den Verwaltungsausschuss (FVA) weiter: Dieser möge entscheiden, ob die Stadt eventuell für die Anschlussunterbringung eine weitere Fläche von Privatleuten kaufen soll; diese liegt hinter dem ehemaligen Baumarkt an der Weilimdorfer Straße – und damit in unmittelbarer Nähe der bereits vorhandenen Unterkünfte.

Debatte ausgelöst

Das Thema Flächenzukauf war von der CDU-Fraktion in die Kommission eingebracht worden. Weil deren Bitte an den FVA aber nicht in der Beschlussvorlage für den Gemeinderat enthalten war, hakte die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Gabriele Badenhausen nach – und löste damit eine Debatte aus, in der es ungewohnt heftig zuging. Man wolle die Unterkünfte möglichst dezentral, um die Eingliederung der Flüchtlinge zu erleichtern, hielt Brigitte Fink (SPD) fest.
Rolf Schneider (Grüne) bat die Kollegen, „kein neues Fass“ aufzumachen“ – und erhielt einen Konter der CDU. Nino Niechziol (Junge Gerlinger) meinte: „Wir haben in der Kommission eine Entscheidung getroffen und sollten beschließen, keine neuen Flächen hinzuzunehmen.“ Joachim Hessler (Grüne) bezeichnete den CDU-Vorschlag als „abwegige Idee“. Und Annette Lay (CDU) stieß mit ihrer Bemerkung „wir sollten mit Grundstücken, die in Wohngebieten liegen oder an Wohngebiete angrenzen, sensibel umgehen“ auf weiteren Widerspruch. Dieser gipfelte im Beitrag von Judith Stürmer (Junge Gerlinger): „Wir reden über Menschen in Not, die zu uns kommen. Und Menschen gehören in ein Wohngebiet, nicht in Gewerbegebiete.“

Drehen wir uns im Kreis?

Gerlinger Anzeiger: 05. Novermber 2015

Die Nachricht hat sich inzwischen herumgesprochen – der provisorische Kreisverkehr an der Füllerstraße soll laut Angaben des Landratsamts ein Unfallschwerpunkt sein und daher wieder abgebaut werden.
Auch wir konnten uns das kaum vorstellen, doch die Zahlen sprechen hier eine eindeutige Sprache. Von Januar bis Juli 2014 gab es lediglich zwei Unfälle an der damaligen Kreuzung mit Ampelschaltung. Nachdem im Juli 2014 dann der Kreisel installiert wurde, waren es in der gleichen Zeit bis zum Jahresende insgesamt sieben Unfälle - die Tendenz sinkt bisher nicht. Die Empfehlung des Landratsamts lautet daher: Rückkehr zur Ampelanlage mit neuer, verbesserter Ampelschaltung.
Für die Jungen Gerlinger ist diese Lösung allerdings nicht der richtige Weg. Wir sehen den Kreisverkehr durch den optimierten Verkehrsfluss und das Fehlen einer strom- und wartungsintensiven Lichtanlage sowohl ökonomisch als auch ökologisch als die richtige Wahl. Gleichwohl sind wir aber in der Pflicht ein hohes Maß an Verkehrssicherheit zu gewährleisten, welches unserer Meinung nach nur mit der Ablösung des bestehenden Provisoriums durch eine professionelle, dauerhafte Lösung erreicht werden kann.
Daher engagieren wir uns nun für eine gründliche Untersuchung der Sachlage sowie einen offenen Dialog zur Finanzierung. Dabei stehen folgende Fragen im Raum, welche rasch beantwortet werden müssen:
Liegt das Unfallproblem grundsätzlich am Kreisverkehr oder an der provisorischen Konstruktion?
Wie wäre eine Finanzierung für einen dauerhaften Kreisverkehr möglich?
Wie sieht dabei eine gerechte Aufteilung der Kosten aus?
Die Jungen Gerlinger sehen hierbei eine Ampelanlage als klaren Rückschritt und fordern eine ergebnisoffene Auseinandersetzung mit den genannten Fragen. Denn wenn ein ausgebauter Kreisverkehr an dieser Stelle sicher und realisierbar wäre, dann sollte der Gemeinderat diese Möglichkeit ernsthaft erwägen. Bewährt hat sich der Kreisel in unserer Stadt allemal!

Junge Gerlinger für bezahlbaren Wohnraum in Gerlingen

Gerlinger Anzeiger: 30. Juli 2015

In der letzten Sitzung vor der Sommerpause hatte der Gemeinderat eine lange Tagesordnung vor sich. Der vermutlich interessanteste Punkt auf der Liste: Die Verwendung der städtischen Flächen im Träuble-Areal. Stolze 420qm hat die Stadt dort erworben, aufgeteilt in eine große Wohnung mit 300qm, und eine kleinere mit 120qm.
Der erste Teil des Verwaltungsvorschlags sah vor, die große Wohnung dem Bürgertreff anzubieten. In unseren Augen eine tolle Chance für den Verein um dort noch attraktivere und umfangreichere Angebote zu entwickeln.
Der zweite Teil des Vorschlages: In der kleinen Wohnung sollte eine Demenz-Tagesstätte untergebracht werden. Dass auch für die ältere Bevölkerung adäquate Angebote geschaffen werden müssen, steht außer Frage. Wichtige Schritte hierfür sind mit der Tagesstätte in der Jahnstraße 7 und der Kooperation mit dem Breitwiesenhaus in der Blumenstraße getan. Sicherlich hätte auch der Standort Träuble seinen Charme: Die direkte Nähe zum Bürgertreff würde auch dementen Menschen, die auf Betreuung angewiesen sind eine Teilnahme ermöglichen. Andererseits könnte eine Tagesstätte auch im Bereich der Querstraße untergebracht werden – auch von dort ist das Träuble-Areal fußläufig zu erreichen.
Aus diesen Gründen schlugen die Jungen Gerlinger am letzten Mittwoch vor, im Träuble-Areal eine WG für Auszubildende und Studenten unterzubringen. Besonders jüngere Mitbürger leiden unter den extrem hohen Mietpreisen in unserer Stadt, viele müssen sogar von hier wegziehen. Dem demographischen Wandel sollte man nicht nur Rechnung tragen, indem man Angebote für Ältere schafft, sondern genauso, indem Gerlingen für Jüngere attraktiv bleibt.
Erfreulicherweise konnten sich spontan viele Kollegen mit unserer Idee anfreunden - sogar so viele, dass der Vorschlag „Demenz-Tagesstätte“ bei Stimmgleichheit abgewiesen wurde. Man einigte sich auf einen Kompromiss: Im Träuble-Areal wird nun eine WG entstehen die, je nach weiterer Planung und späterer Bewerbersituation, entweder gezielt an mobile Ältere, oder sich in Ausbildung befindende jüngere Mitbürger vermietet werden soll.
Wir freuen uns außerordentlich über diesen Erfolg, mit dem endlich ein konkreter Schritt hin zu mehr bezahlbarem Wohnraum getan ist.

Runder Tisch zum Thema 'Flüchtlinge in Gerlingen

Gerlinger Anzeiger: 20. November 2014

Am letzten Montag lud die Stadt zu einem runden Tisch zum Thema „Flüchtlinge in Gerlingen“ ein. Rund 50 Gerlinger Bürgerinnen und Bürger folgten dem Aufruf und kamen ins Foyer der Stadthalle.
Nach bisherigen Prognosen wird Gerlingen im nächsten Jahr 48 Flüchtlinge aufnehmen, 2016 dann schon 71 Personen – Tendenz steigend.
Nachdem im Gemeinderat bereits beschlossen wurde in der Weilimdorfer Straße weitere Wohneinheiten zu bauen ist die dringende Platzfrage vorerst geklärt. Die Intention des runden Tisches war es daher, die Willkommenskultur wieder mehr aufleben zu lassen und gemeinsam zu gestalten.
Wie können wir dafür sorgen, dass die neuen Gerlingerinnen und Gerlinger sich in unserer Stadt möglichst rasch einleben und wohlfühlen?
Die Beteiligung der Besucher war hier sehr rege und engagiert und es kamen viele Ideen zusammen. Patenschaften von ehrenamtlichen Helfern und Flüchtlingen; Unterstützung beim Lernen der deutschen Sprache; Hilfe bei alltäglichen Dingen wie dem Einkaufen; das Familienzentrum als Begegnungsort und viele andere Anregungen wurden vorgebracht.
Unser Dank gilt allen, die sich so motiviert an der Diskussion beteiligt haben. Dank diesem beispielhaften Engagement und den offenen Armen mit denen Sie unsere neuen Mitbürger empfangen, werden diese sich bei uns sicher willkommen fühlen!

Drei Sieger und drei Verlierer

Stuttgarter Zeitung: 27. Mai 2014

Gerlingen Große Freude bei den Jungen Gerlingern und der CDU - die Freien Wähler, SPD und FDP büßen Stimmen ein.
Klaus Wagner

Die große Überraschung bei der Gemeinderatswahl in Gerlingen liefert die Gruppe der Jungen Gerlinger: Sie gewinnen zu ihrem bisherigen Sitz noch zwei Mandate hinzu, haben jetzt den Fraktionsstatus und gehören nun zu den drei Fraktionen mit je drei Stadträten. Neben ihnen sind dies noch die Grünen und die SPD. Die Grünen blieben mit drei Sitzen stabil, überholten nach Prozenten aber knapp die SPD, die ein Mandat verlor. Auch die Freien Wähler mussten einen Sitz abgeben. Die CDU stockte von sechs auf sieben Mandate auf und wurde wieder die stärkste Fraktion im Rat.
'Alles wunderbar' sagt der bisherige CDU-Fraktionschef Andreas Lederer, der die Jungen klar als erste Sieger sieht, 'ich bin glücklich.' Auch die Grünen könnten sich zu den Gewinnern zählen, seien diese doch jetzt die drittstärkste Kraft. Das sieht auch der Grünen-Fraktionschef Achim Breit so: Entgegen dem früher üblichen Auf und Ab seiner Fraktion habe man wieder drei Sitze geholt 'und den Fraktionsstatus erfolgreich verteidigt'. Der Erfolg der Jungen Gerlinger 'tut dem Gemeinderat insgesamt gut', meint Achim Breit.
Nino Niechziol, bisher einziger Stadtrat der Jungen Gerlinger, war gestern Nachmittag überglücklich. 'Uns geht's super, wir sind total überwältigt.' Zwei Sitze habe man sich schon ausgerechnet, 'drei waren der Traum'. Die eigenen Wähler seien wohl auch aus dem Lager der Jungwähler gekommen, ansonsten habe die Gruppe 'bewiesen, dass wir nicht nur Politik für Jugendliche machen, sondern für alle Junggebliebenen und alle Bevölkerungsschichten'. Mit drei Stadträten und dem damit verbundenen Fraktionsstatus haben die Jungen Gerlinger einen Sitz in den wichtigen Ausschüssen des Gemeinderats.
Bei den anderen Fraktionen war die Stimmung gestern ergebnisbedingt etwas gedämpfter. 'Natürlich ist das eine Enttäuschung', sagt Petra Bischoff von den Freien Wählern, die auch insgesamt wieder Stimmenkönigin wurde. 'Wir haben in den vergangenen fünf Jahren nichts falsch gemacht. Nach dem alten Auszählverfahren hätten wir unsere sechs Sitze behalten', sagt sie. Alle Stadträte hatten sich wieder beworben, der auf Platz neun aufgestellte Josef Hirth wurde nicht wiedergewählt.
'Ich bin traurig, wir haben uns sehr gewünscht, dass wir die vier Sitze behalten', sagt die SPD-Fraktionschefin Brigitte Fink. Bei den Sozialdemokraten hat der Verleger Thomas Bleicher den Wiedereinzug ins Gremium nicht geschafft, nachdem er 2009 sein Mandat verlor und dieses Mal den ausscheidenden Roger Lutz beerben wollte. Dies gelang nicht - dabei habe er mehr Stimmen bekommen als beim letzten Mal, sagt der Ortsvereinsvorsitzende. Die SPD büßte knapp zwei Prozent der Stimmen ein und landete bei 14,2 Prozent.
Peter Zydel wird zum vierten Mal Stadtrat der FDP in Gerlingen, ist aber künftig allein. Der Verlust von 11,9 auf 6,7 Prozent der Wählerstimmen sei dem Bundestrend geschuldet, meint er. Mit dem Zugewinn der CDU habe er nicht gerechnet, sondern eher mit einem Plus der Freien Wähler.

Aufruf zur Wahl

Gerlinger Anzeiger: 22. Mai 2014

Liebe Gerlinger Bürgerschaft, liebe Leser, liebe Freunde,

fünf Jahre ist es her, dass die Jungen Gerlinger sensationell und auf Anhieb in den Gemeinderat einzogen. Fünf Jahre vertrat unser Spitzenkandidat Nino Niechziol die Interessen der 11.460 Stimmen aus der Gerlinger Bürgerschaft. Fünf Jahre arbeiteten wir konstruktiv und konsensorientiert mit den anderen Fraktionen im Gemeinderat zusammen – ergebnisoffen und immer mit Blick auf das Beste für unsere Stadt. In den letzten Wochen und Monaten fokussierten wir in unserer Arbeit den 25. Mai und konnten unsere Basis noch breiter und kompetenter aufstellen. Unzählige Arbeitsstunden, produktive Diskussionen und nicht zuletzt immenses persönliches Engagement sorgten für unseren aktiven Wahlkampf.

In unserer Gesellschaft erleben wir unser politisches Engagement als junge Bürger nicht als selbstverständlich. In den Kolumnen der Tageszeitungen, den Glossen der Hochglanzmagazine und den Gesprächsrunden im Fernsehen wird beinahe ständig über die Politikverdrossenheit der Jugend gesprochen. Wir begegnen dieser indem wir mit den Jugendlichen selbst sprechen, und durch unsere eigenes Engagement Worten Taten folgen lassen! Gleichwohl stellen wir eine Alternative zu den etablierteren Parteien dar, ohne „nur“ auf unsere jungen Ziele zu verweisen. Wer die letzten Wochen unsere Artikel im Gerlinger Anzeiger, unsere Internetpräsenz www.junge-gerlinger.de oder unser Auftreten in den sozialen Netzwerken www.facebook.com/jungegerlinger verfolgt hat, stellt fest, dass wir kommunalpolitischen Themen auf Augenhöhe begegnen können und dies auch in Zukunft werden!

WIR haben bewiesen, dass wir langfristig die Kommunalpolitik unserer Stadt begleiten werden!
WIR stehen für eine junge Kommunalpolitik, unabhängig vom Alter der Wähler und der Kandidaten!

Am 25. Mai liegt es an Ihnen und Sie haben endlich die Chance unser Engagement zu würdigen!

Wählen Sie unsere Liste für den Gemeinderat!

Unsere jungen Ziele für den Gemeinderat

Gerlinger Anzeiger: 15. Mai 2014

In der letzten Zeit sind viele GerlingerInnen auf unsere Kandidaten zugekommen und fragten:

„Warum soll ich denn die Jungen Gerlinger wählen – ich bin doch gar nicht mehr jung!?“

Eine berechtigte Frage, die nun von uns beantwortet wird.

Der Name von Parteien und Wählergruppierungen spiegelt meist den Grundgedanken derselben wieder. Trotzdem beschränken sich diese damit nicht auf eine einzige Zielgruppe. Wer sich ernsthaft mit den Namen von politischen Gruppierungen auseinandersetzt wird fast überall auf spezifische Begriffe stoßen. Sollten beispielsweise nur Christen die CDU wählen?

Die Jungen Gerlinger bestehen zwar überwiegend aus jungen Bürgern unserer Stadt, doch das Wort „jung“ steht für mehr:

  • Wir wollen mit unseren Ideen weiterhin frischen Wind in den Gemeinderat bringen.
  • Wir stehen für ein weltoffenes und tolerantes Gerlingen.
  • Wir sind als unabhängige Wählergruppierung unvoreingenommen und gehen auf Ihre Vorschläge ein.
  • Wir stehen für ergebnisoffene statt alternativloser Kommunalpolitik.
  • Wir lassen die vielfältigen Einflüsse, die uns aus der Bürgerschaft erreichen, in unsere Arbeit mit einfließen.
  • Wir konnten schon viel Erfahrung sammeln und sind motiviert, unsere Arbeit auch in der nächsten Legislaturperiode fortzusetzen.

Das sind unsere Wünsche für Gerlingen. Wenn auch Sie diese gerne im Gemeinderat vertreten sehen möchten, geben Sie uns Ihre Stimme. Die Jungen Gerlinger stehen für eine junge Kommunalpolitik, unabhängig vom Alter der Wähler und Kandidaten.

Vorstellung unserer Spitzenkandidaten

Gerlinger Anzeiger: 08. Mai 2014

Nino Niechziol

Listenplatz 1: Nino Niechziol.
IT-Sicherheitsexperte. 29 Jahre.

Ab ovo:

Vor 5 Jahren gründete eine Gruppe von 14 motivierten Jugendlichen aus Stadtjugendring, Café Konfus, Jugendhaus, KSG und den kirchlichen Jugendorganisationen die „Jungen Gerlinger“. Eine neue politische Institution wollte das Kräfteverhältnis zwischen etablierten Stadträten und jungen, politisch engagierten Menschen ausgleichen. Mit Erfolg! Über 11.000 Stimmen sicherten den „Jungen Gerlingern“ aus dem Stand einen Sitz im höchsten Entscheidungsgremium der Stadt.

In medias res:

Wie soll unsere Stadt in mehreren Jahrzehnten aussehen? Zwischenzeitlich zerbrechen sich über 30 kommunalpolitisch engagierte Jugendliche über diese Frage den Kopf. Bei uns diskutiert der angehende Steuerberater mit der Personalreferentin; der Physiotherapeut mit dem Metallbauer; der Sozialpädagoge mit der Kinderpflegerin; der Jurastudent mit der Innenarchitektin und, und, und…

Die letzten fünf Jahre, in denen ich diese schlagfertige Gruppe im Gemeinderat vertreten durfte, waren zeitintensiv und lehrreich. Fraktionsübergreifend funktioniert die Zusammenarbeit im Gremium sehr gut. Anfängliche Ressentiments wurden ausgeräumt und man schätzt die gegenseitige Fachkompetenz. Obwohl ich mit 29 Jahren nun schon zum „Alten Eisen“ bei den „Jungen Gerlingern“ gehöre, werde ich mich auch eine weitere Legislaturperiode ehrenamtlich für die Stadt engagieren und kandidiere für die “Jungen Gerlinger“ auf dem ersten Listenplatz. Gerne möchte ich meine kommunalpolitische und berufliche Erfahrung weiterhin einbringen und engagiert im neuen Gemeinderat wirken.

Wie können wir zukünftig die Kommunalpolitik beleben, attraktiver und demokratischer gestalten? Ich werde mich dafür einsetzen, dass wichtige Themen endlich aus den inoffiziellen Sitzungen herausgeholt und für die interessierte Bevölkerung transparent im öffentlichen Teil der Ausschusssitzungen diskutiert werden.

Am 25.05. entscheidet sich, wie einflussreich und kraftvoll die “Jungen Gerlinger“ die Kommunalpolitik der nächsten fünf Jahre mitgestalten können.

Deshalb: 22 Stimmen für die „Jungen Gerlinger“

Vorstellung unserer Spitzenkandidaten

Gerlinger Anzeiger: 01. Mai 2014

Judith Stürmer

Listenplatz 2: Judith Stürmer.
Studentin Geschichte und VWL. 19 Jahre.

Was machst du aktuell?

Ich studiere Geschichte und Volkswirtschaftslehre an der Uni Stuttgart.

Seit wann wohnst du in Gerlingen?

Ich bin hier aufgewachsen und habe mich entschieden, für das Studium hierzubleiben. Nun wohne ich mit meiner Schwester und meiner Nichte zusammen.

Wieso interessierst du dich für Kommunalpolitik?

Auf kommunaler Ebene – in einer kleineren Stadt wie Gerlingen erst recht – kann sehr bürgernah gearbeitet werden. Hier kann man ergebnisoffen diskutieren und in Gesprächen etwas bewegen. Ich wäre gerne ein Teil dieser kleinen Demokratie.

Wieso kannst du die Interessen der GerlingerInnen gut vertreten?

Ich bin hier zur Schule gegangen, bin seit vielen Jahren Mitglied in der KSG und selbst Trainerin. Außerdem wirke ich als Betreuerin bei der Sommerfreizeit mit und bin in mehreren Familien als Kinderbetreuerin tätig. All diese Kontakte geben Gelegenheiten zum Austausch über aktuelle Themen. Diese Eindrücke aus verschiedenen Gruppen will ich aufgreifen und in meine Arbeit einfließen lassen.

Welche Themen interessieren dich besonders?

Mich interessiert grundsätzlich alles, was in Gerlingen geschieht und entschieden wird – und zwar für alle Interessensgruppen. Mir ist wichtig, dass die Ausgaben der Stadt genau unter die Lupe genommen werden, denn jede Schuldenaufnahme belastet die, die heute jung sind. Es muss abgewogen werden welche Ausgaben tatsächlich notwendig sind (wie z.B. die Realschulsanierung) und wo gespart werden kann (z.B. am Kreisverkehr Leonberger Straße). Außerdem finde ich, dass wir am guten Zusammenleben in der Stadt weiter arbeiten sollten, z.B. mit generationenübergreifenden Projekten.

Wie verbringst du deine Freizeit?

Ich spiele häufig Volleyball, sowohl in der Halle als auch im Sand. Ansonsten mache ich gerne Musik am Klavier und im Chor. Viel Zeit verbringe ich auch mit meinen Freunden, im Kino, oder lesend in der Sonne.

Vorstellung unserer Spitzenkandidaten

Gerlinger Anzeiger: 24. April 2014

Manuel Reichert

Listenplatz 3: Manuel Reichert.
Student Public Management. 21 Jahre.

2012 absolvierte ich mein Abitur hier am Robert-Bosch-Gymnasium und studiere seitdem Public Management. Bereits seit vielen Jahren wirke ich in den Sommerferien mit großer Freude bei der Stadtranderholung als Betreuer mit – so auch dieses Jahr.
Mein Studiengang zielt auf eine Berufslaufbahn im öffentlichen Verwaltungsdienst ab, deshalb sind mir die Herausforderungen, vor denen die Kommunen stehen, nicht gänzlich unbekannt.
Ein Beispiel: Aufgrund der Tatsache, dass der beanspruchte Wohnraum pro Person immer größer wird, wird die Einwohnerzahl Gerlingens sinken, wenn nicht neuer Wohnraum geschaffen wird. Ein Einwohnerschwund hätte zur Folge, dass die mindestens gleichbleibenden städtischen Ausgaben von weniger Einwohnern getragen werden müssten. Im Rahmen eines halbjährigen Praktikums bei der Stadtverwaltung Ditzingen bekam ich mit, wie Ditzingen dieser Herausforderung entgegenwirkt: Mit der Ansiedlung von Thales und der Ausweisung eines sehr großen Neubaugebietes namens „Ob dem Korntaler Weg“. Ich denke, dass sich auch Gerlingen in diese Richtung bewegen müssen wird. Allein mit Innenentwicklung, die zweifellos erste Priorität haben muss, kann dem zu erwartendem Einwohnerschwund jedoch nicht begegnet werden, sodass eine künftige und relativ baldige Umsetzung des Neubaugebiets Bruhweg II meiner Meinung nach unumgänglich ist. Die Vergabe der Bauplätze könnte man anhand von bestimmten Kriterien gestalten, wie z.B. die bevorzugte Berücksichtigung junger Familien.
In meiner Freizeit treibe ich gerne Sport, genieße die Natur und gehe regelmäßig zum VfB ins Stadion.

Steckbriefe unserer Kandidaten

Ludwigsburger Kreiszeitung: 1. April 2014

Die LKZ stellt die Kandidaten für die Gemeinderatswahlen mit Steckbriefen vor. Auch die Jungen Gerlinger sind hier vertreten. Link zum Artikel der LKZ

Aus den Ressorts: Kultur und Freizeit

Gerlinger Anzeiger: 10. April 2014

In dieser Woche werden wir die Vorstellung unserer Ressorts abschließen und Ihnen unsere letzte Arbeitsgruppe vorstellen.

Unsere Stadt hat eine sehr aktive Jugendszene. Leider sind in den letzten Jahren die Möglichkeiten für die Jugendlichen, private Feiern zu veranstalten stark geschrumpft. Einige Beispiele: Das Café Konfus, das Jugendhaus B15, die Jugendräume der katholischen Kirche sowie der Petrus- und der Lukaskirche, die Räume des CVJM oder das Pfadfinderheim. Früher konnten viele dieser Räumlichkeiten von allen angemietet werden. Inzwischen ist es häufig nur noch selten oder nur für itglieder und Bürger mit direkten Beziehungen zu den Vereinen möglich. Es ist vollkommen verständlich und legitim, dass die Besitzer ihre Räume nicht an alle Jugendlichen vermieten wollen. Eine Vergabe an Fremde bedeutet immer auch ein Risiko und es ist gutes Recht die Kriterien für eine Anmietung der Räumlichkeiten zu beschränken. Natürlich besteht auch die Möglichkeit Feierlichkeiten bei den in Gerlingen ansässigen, zahlreichen Gastronomen auszurichten. Allerdings ist dies häufig mit einem hohen Kostenaufwand verbunden. Außerdem finden solche Feiern häufig nicht im privaten Kreis statt, was gerade für Jugendliche meist sehr wichtig ist. Die Jungen Gerlinger würden es sehr begrüßen, wenn die Stadt diese Entwicklung wahrnimmt und darauf reagiert.
Momentan können die Jahnhalle und die Stadthalle bei der Stadt angemietet werden. Dies liegt aber meist nicht im Budget eines Jugendlichen, der zum Beispiel seinen Geburtstag feiern möchte. Es besteht also Bedarf für kleinere Räumlichkeiten, die von allen Gerlingern und Gerlingerinnen für private Zwecke angemietet werden können. Mögliche Kapazitäten dafür sehen wir beispielsweise im neuen Träuble-Areal oder im Familienzentrum im Gehenbühl. Diese Räume sollten natürlich nicht umsonst, sondern gegen eine Kaution und einen Versicherungsbeitrag zur Verfügung gestellt werden. So kann das Kostenrisiko für die Stadt minimiert werden und gleichzeitig ein weiterer Beitrag zur Attraktivität Gerlingens geleistet werden. Sowohl für die Stadt als auch für die Bürger wären diese Möglichkeiten ein Gewinn.

Für das Ressort Kultur und Freizeit, Robert Wagner

Aus den Ressorts: Bauen und Wohnen

Gerlinger Anzeiger: 03. April 2014

In den kommenden zwei Wochen werden unsere Ressorts Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit gewähren und die Meinung der Jungen Gerlinger präsentieren.

Die Volksbank Strohgäu plant eine Veränderung ihrer Filiale am Rathausplatz. Eine Sanierung sei keine Option, ein Neubau notwendig. In Anbetracht der Möglichkeiten, die ein Neubau hinsichtlich von Energieeffizienz und Barrierefreiheit sowie der Gestaltung des Rathausplatzes bietet, steht die Sanierung in einem gesunden Verhältnis zu den, durch die Bauarbeiten entstehenden, Beeinträchtigungen. Die Jungen Gerlinger begrüßen daher die Initiative der Volksbank und hoffen auf eine verantwortungsvolle Umsetzung. Hoffnung macht uns bereits der offene Umgang mit dem Projekt.
Der konkrete Entwurf der Volksbank ist allerdings kritisch zu betrachten. Ein Vorrücken des Gebäudes bis an die Unterkante der Treppe verkleinert nicht nur die Nutzfläche des Rathausplatzes sondern lässt auch die Treppe als eines der wenigen auffälligen Gestaltungselemente wegfallen. Weiter stellt sich die Frage, ob die Gerlinger wirklich bereit sind, sich schon wieder von Teilen des kostspieligen neuen Bodenbelages zu trennen.
Durch die bei der Bürgerversammlung geäußerten Bedenken sehen wir uns in unserer Position bestärkt und bestätigt. Unser Wunsch ist es, dass eine mögliche Drittnutzung von Büroräumen hinten angestellt wird und die Bank bedarfsgerecht plant, sodass schlussendlich eine Lösung realisiert wird, die sparsam mit unserem wertvollen Platz im Stadtkern umgeht und dessen Architektur würdigt. Damit am Ende wirklich die Bürger die „Gewinner desNeubaus“ sind, sollte bei der Planung auch die Belebung des Rathausplatzes beachtet werden. Daher kann ein ersatzloser Wegfall der Treppe keine ernstzunehmende Lösung darstellen. Denn wo, wenn nicht dort, setzt man sich sonst noch auf den Rathausplatz um sein Eis zu genießen?
Sollte es Pläne zur Drittnutzung im Erdgeschoss geben, so sollten diese im Sinne der Bürger gestaltet sein. Es hat sich gezeigt, dass insbesondere ein Café als Aufwertung des Rathausplatzes empfunden werden könnte, um dessenwillen sich die Gerlinger auf die Strapazen einer mehrjährigen Baustelle oder anderer Kompromisse einlassen würden.
Zuletzt bleibt uns noch, die Volksbank Strohgäu fürdie offene Führung des Diskurses zu loben und sie dazu zu ermutigen diesen – nicht ganz barrierefreien – Weg weiter zu gehen.

Für das Ressort Bauen und Wohnen, Philipp Stürmer

Aus den Ressorts: Umwelt und Ökologie

Gerlinger Anzeiger: 27. März 2014

In den kommenden drei Wochen werden unsere Ressorts Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit gewähren und die Meinung der Jungen Gerlinger präsentieren.

Mit rund 750 ha Waldbestand hat Gerlingen nicht nur ein unbezahlbares Naherholungsgebiet sondern auch eine hohe ökologische Verantwortung. Noch immer sind in einigen Bereichen des Gerlinger Waldes die Sturmschäden aus dem Lotharjahr 1999 sichtbar. Die städtischen Maßnahmen zur Aufforstung greifen nur partiell. Grund hierfür ist – gemäß Verbissgutachten – der hohe Wildbestand im Gerlinger Wald. Mit der Neuverpachtung der Gerlinger Jagd wurde jedoch auf konkrete Abschusszahlen und Alternativkonzepte, wie die Vergabe von Jagdscheinen in Teilbereichen, bewusst verzichtet. Nun liegt es allein in der Hand der Jagdpächter in den nächsten neun Jahren den Wildbestand zu stabilisieren und bewusst Jagdscheine zu vergeben. Waidmannsheil!
Mit 400.000 Euro ist die Sanierung des Breiwiesensees kein kleiner Posten im Haushaltsplan. Bei der Materialwahl sollte hier vor allem auf Funktionalität und Langlebigkeit geachtet werden. Ein konkretes Beispiel: Die Art des Holzes für die ngedachten Holzdecks am Ufer. Ob die geplante Verbindung zwischen Halbinsel und Uferbereich realisierbar ist, steht momentan aus Sicherheitsgründen noch in den Sternen. Alles in allem stellt die Sanierung sicherlich ein optisches Highlight im gewohnten „Gerlinger Standard“ dar. In Hinblick auf die knappe Finanzlage haben wir uns allerdings für die Kostengrenze in Höhe von 400.000 Euro eingesetzt und favorisierten auch keine zeitweise ngedachte teure Fontäne. Wir sind der Meinung: Die Situation des Breitwiesensees gehört dringend verbessert und die Sanierungsmaßnahmen sollten nun im geplanten Maße durchgeführt werden. Weitere Kostensteigerungen oder Verbesserungen sehen wir llerdings als nicht notwendig an. Das Geld wird eben auch an anderer Stelle gebraucht.

Für das Ressort Umwelt und Ökologie, Benjamin Weidle

Aus den Ressorts: Bildung und Jugendbetreuung

Gerlinger Anzeiger: 20. März 2014

In den kommenden vier Wochen werden unsere Ressorts Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit gewähren und die Meinung der Jungen Gerlinger präsentieren.

Im Dezember 2013 fand eine Befragung der Eltern von Erst- bis Drittklässlern der Gerlinger Grundschulen statt (ausführliche Auswertung auf der Homepage der Stadt). Enthält diese überraschende Ergebnisse? Wohl eher nicht. Neben der erfolgreichen Absolvierung des Abschlusses (99,8%) fordern die Eltern passende Angebote für die Leistung der Schüler sowie AGs und Hausaufgabenbetreuung. Welchen Schulabschluss wünschen sich die Eltern für ihr Kind? Das Abitur (73,2%). Die Überraschung steckt erst in Frage 29: „Wie bekannt sind Ihnen die jeweiligen Schularten und ihre Anforderungen?“ Der Anteil an Eltern die hier „gut bekannt“ antworteten ist je nach Schule stark unterschiedlich: Gymnasium: 70,1%, Realschule: 67,8%, Werkrealschule: 31,9%, Berufsbildende Schulen: 26.4%, Gemeinschaftsschule: 26,2%, Verbundsschule: 9,4%. Wie sollen Eltern beurteilen, ob die „neuen" Schulkonzepte für ihre Kinder interessant sind, wenn sie diese nicht kennen?
Die Stadt Gerlingen sollte, wenn ihr daran liegt, die aufklaffende Schere unseres Bildungssystems nicht noch weiter zu öffnen, die Eltern über alle Schulformen informieren. Dann könnte die Antwort auf Frage 19 auch anders ausfallen. 80,3% der Befragten geben hier an, das ihr Kind das Abitur an einem allgemeinbildenden Gymnasium erreichen soll, nur 12,8% wollen den Weg über Werkrealschulen/Realschulen und dann allgemeinbildende oder berufliche Gymnasien gehen. Dabei stehen die Abschlüsse am Ende gleichwertig nebeneinander. Der Aktive hat im Sport-Gymnasium mehr Leichtathletik gemacht, der Biologe im ernährungswissenschaftlichen Gymnasium mehr experimentiert, der Unentschlossene hat auf dem allgemeinbildenden Gymnasium beides ein wenig versucht. Abitur haben sie aber alle. Es besteht also Aufklärungsbedarf, damit die Neuordnung des Schulsystems nicht dazu führt, dass nur noch das Gymnasium als erstrebenswert erscheint. Der Wegfall der Hauptschule fordert neue Konzepte und Ideen – auch in Gerlingen.
Die Jungen Gerlinger unterstützen es, neue Wege im Bildungssystem zu gehen und positiv auf Veränderungen in der Schullandschaft zu reagieren. Gleichzeitig müssen alle Betroffenen – in diesem Fall Schüler, Eltern und Lehrer – miteinbezogen werden. Als wohl wichtigste Erkenntnis der Befragung kann festgehalten werden, wie das weitere Vorgehen sinnvoll gestaltet werden muss: Gemeinsam.

Für das Ressort Bildung und Jugendbetreuung, Elena Stürmer

Aus den Ressorts: Wirtschaft und Finanzen

Gerlinger Anzeiger: 13. März 2014

In den kommenden fünf Wochen werden unsere Ressorts Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit gewähren und die Meinung der Jungen Gerlinger präsentieren.

Die schuldenfreien Jahre unserer Stadt sind längst vorbei. Am Ende des Jahres wird Gerlingen mit rund 10 Mio. Euro verschuldet sein. Nach weiteren Darlehensaufnahmen in den kommenden drei Jahren bedeutet dies 2017 einen Schuldenberg in Höhe von 30 Mio. Euro. Millionenschwere Zinszahlungen werden den Haushaltsausgleich in Zukunft weiter erschweren. Es gilt, sich dieser ernsten finanziellen Lage und ihrer Folgen bewusst zu werden. Die Schuldenlast muss so gering wie möglich gehalten, der Haushalt muss konsolidiert werden. Dies kann zum Beispiel durch die Generierung von Mehreinnahmen geschehen:
Hierfür scheint eine Erhöhung der Hebesätze möglich, die wir jedoch aus sachlichen, nicht populistischen Gründen, deren Aufzählung die Länge des Artikels sprengen würde, ablehnen. Mehreinnahmen können aber auch durch die Ansiedlungvon neuem Gewerbe erzielt werden. Das geplante Baugebiet Bruhweg II beinhaltet im Gegensatz zum Baugebiet Leonberger Weg West auch Gewerbeflächen. Unter anderem deswegen sind wir der Ansicht, dass die Priorität zwischen den zwei Baugebieten eindeutig auf das Baugebiet Bruhweg II gelegt werden muss.
Anderweitig können allerdings auch Ausgaben reduziert werden: Geplante Investitionen wie die Sanierung der Realschule sind allerdings dringend notwendig und bieten kaum Einsparmöglichkeiten. Jedoch sollten wir unsere Gerlinger Ansprüche der aktuellen Situation anpassen. So sind wir Jungen Gerlinger der Ansicht,dass jährliche Ausgaben in Höhe von 65.000 Euro für die Bepflanzung von Blumenbeeten etwas geringer und sparsamer ausfallen könnten, winterfeste und mehrjährige Bepflanzungen sind einepreiswerte Alternative. Einen anderen Sparansatz stellt der geplante Kreisverkehr in der Leonberger Straße dar. Die Verkehrssituation rechtfertigt diesen teuren Neubau unserer Ansicht nach nicht.
Die zukunftsorientierte Wirtschafts- und Finanzpolitik der Jungen Gerlinger liegt keinesfalls nur im Interesse der jüngeren Generation. Im Gegenteil: Von einem möglichst ausgeglichenem Haushalt profitieren alle. Wir wollen Einschränkungen im Bürgerservice unserer Stadt vermeiden und setzten uns deshalb dafür ein, den Schuldenberg nicht über das geplante Maß hinaus größer werden zu lassen. Unser Ziel: Die vorgesehenen Kredite nicht in vollem Umfang aufnehmen zu müssen.

Für das Ressort Wirtschaft und Finanzen, Manuel Reichert

Unsere Arbeit – Engagement in Ressorts

Gerlinger Anzeiger: 06. März 2014

Es ist unser Ziel, die Kommunalpolitik aus der Perspektive der jungen Bürger Gerlingens zu betrachten, ohne dabei das Augenmerk für alle Bürgerinnen und Bürger zu verlieren. Um noch zielgerichteter und effizienter arbeiten zu können, installierten wir nun für alle Politikfelder eigene unabhängige Ressorts. Für uns bedeutet das: Mehr Köpfe unterstützen unsere Vertreter im Gemeinderat und mehr Schultern tragen politische Verantwortung. Für Sie bedeutet das: Unsere Arbeit wird transparenter und Sie können Ihre Anregungen direkt mit unseren fachkundigsten Mitgliedern austauschen.Gerne stellen wir Ihnen unsere sechs Ressorts vor – beide Spitzenkandidaten Nino Niechziol und Judith Stürmer sind in allen Ressorts vertreten.

Bauen und Wohnen:
Das Team um Ressortleiter Philipp Stürmer beschäftigt sich mit aktuellen und zukünftigen Bauprojekten in Gerlingen – unsere Antwort auf den Technischen Ausschuss.

Wirtschaft und Finanzen:
Unser dritter Spitzenkandidat Manuel Reichert und weitere sieben Finanzexpertinnen und Finanzexperten setzen sich für eine nachhaltige Finanzpolitik Gerlingens ein.

Umwelt und Ökologie:
Landschaftsgärtner Benjamin Weidle bringt seine berufliche Kompetenz in sein privates Engagement ein, um mit seinem Team auf die Umweltbelange der Stadt zu achten.

Kinder- und Jugendbetreuung:
Andreas Lux ist nicht nur durch seine Arbeit im Jugendhaus über die Lage der Kinder und Jugendlichen in Gerlingen informiert. Gemeinsam mitweiteren jungen Bildungsexpertinnen und Bildungsexperten kümmert er sich um eines der Kernthemen der Jungen Gerlinger.

Kultur und Freizeit:
Ressortleiter Nico Schindler und weitere sechs Kollegen setzen sich dafür ein, dass die Vereinslandschaft in Gerlingen lebendig bleibt und von der Stadt unterstützt wird.

Öffentlichkeitsarbeit:
Andreas Brodbeck und Nina Fänger leiten dieses Ressort, um Ihnen die Arbeit der Jungen Gerlinger regelmäßig und verlässlich zu präsentieren. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Kontakt:
Stellen Sie uns auf die Probe. Fordern Sie uns heraus. Schreiben und diskutieren Sie mit uns. Wir freuen uns über jede Kontaktaufnahme: jungegerlinger@web.de Wir freuen uns auf die Wahl am 25. Mai und sind vorbereitet, unsere Wählerinnen und Wähler im Gerlinger Gemeinderat repräsentieren zu können.

Wahlliste der Jungen Gerlinger vollständig!

Gerlinger Anzeiger: 27. Februar 2014

Es ist vollbracht!
Am 16.02.2014 um 18 Uhr war es endlich soweit. Wir konnten die jüngste Wahlliste in der Geschichte unserer Stadt aufstellen. In einer mehr als erfolgreichen Klausurtagung einigten sich die Jungen Gerlinger auf folgende Spitzenkandidaten: Nino Niechziol (IT-Sicherheitsexperte), der bereits 5 Jahre Erfahrung als Stadtrat und im Vorstand des Jugendhauses gesammelt hat, führt die Liste erneut an.
Judith Stürmer (Studentin der Geschichte und Volkswirtschaftslehre), mit 19 Jahren die jüngste Spitzenkandidatin, ist in der Vereinsarbeit und der Jugendbetreuung aktiv.
Manuel Reichert (Regierungsinspektoranwärter), konnte im Rahmen seines Studiums bereits Erfahrungen in der Stadtverwaltung sammeln und ist Leiter unseres Ressorts für Wirtschaft und Finanzen.
20 weitere engagierte Gerlinger komplettieren unsere Aufstellung. Wir freuen uns, den Bürgern Gerlingens eine vollständige Liste inklusive Ersatzkandidat für die Gemeinderatswahl präsentieren zu können:
1. Nino Niechziol
2. Judith Stürmer
3. Manuel Reichert
4. Robin Kruck
5. Simon Rentz
6. Felix Rominger
7. Nina Fänger
8. Nico Schindler
9. Mirjam Elsner
10. Miriam Kuffart
11. Dominik Hahn
12. Sebastian Ederer
13. Sebastian Kerker
14. Andreas Brodbeck
15. Daniel Hirt
16. Florian Schramm
17. Robert Wagner
18. Andreas Lux
19. Christina Wittiger
20. Elena Stürmer
21. Fabian Kuschnik
22. Alexander Lux
(23.) Benjamin Weidle

Junge Gerlinger 2.0

Gerlinger Anzeiger: 13. Februar 2014

Es ist an der Zeit Bilanz zu ziehen:
5 Jahre Gemeinderat mit unserem Spitzenkandidaten Nino Niechziol.
5 Jahre Bürgervertretung von 11.460 Stimmen.
5 Jahre gelebtes Engagement für die Jugend und die Zukunft der Stadt.
Wir haben noch lange nicht genug.
Es ist an der Zeit zu verkünden:
Wir sind motiviert und hungrig auf die nächsten Jahre.
Wir sind kompetenter und breiter aufgestellt als je zuvor.
Wir arbeiten an der jüngsten Wahlliste in der Geschichte Gerlingens.
Seid euch sicher, dass wir euch auf dem Laufenden halten…